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Methodik

„Verhandle, du gottverdammtes Arschloch“, lautet eine alte Freischreiber-Weisheit, die wir, frei nach Constantin Seibt, in unserem Berufsverband Freischreiber e.V. immer wieder predigen.

Und ja, sie funktioniert. Wenn man sich die Rohdaten anschaut, die das Rückgrat von wasjournalistenverdienen.de bilden, dann wird sichtbar: Neben den Standardhonoraren sind auch immer wieder Ausreißer nach oben zu sehen (und manchmal, leider, auch nach unten).

 

Verhandeln hilft uns allen. Doch nicht immer sind beide Seiten an Transparenz interessiert. Deshalb wollen wir, dass ihr anonym bleibt, und euch keine Redaktion vorwerfen kann, Vereinbarungen nach außen getragen zu haben.

 

Wir fragen euch nicht, wer ihr seid und setzen keine Cookies oder Social Plugins, die euch erkennbar machen könnten. Im Detail nachlesbar ist das in unserer Datenschutzerklärung. Und wir stellen auch keine Liste der Daten im Detail bereit. Denn letzten Endes ist ja auch das einzige, was uns alle interessiert dies: Was kann ich bieten beziehungsweise verlangen, wenn ich diesen oder jenen Auftrag vereinbare?

 

Deshalb errechnen wir aus den eingegebenen Daten Mittelwerte für das durchschnittliche Honorar pro 1000 Zeichen und pro Stunde. Für das Stundenhonorar ziehen wir eure Angaben zum Zeitaufwand für die Aufträge heran.

Wenn wir weniger als drei Datenspenden für ein Medium vorliegen haben, machen wir die genaue Höhe der eingegebenen Daten unkenntlich, in dem wir das angezeigte Gehalt oder Honorar zufällig um bis zu drei Prozent verringern oder steigern. Damit möchten wir eure Anonymität zu wahren. In der Zukunft werden wir ältere Daten außer Acht lassen, damit die Vergangenheit die Gegenwart nicht beeinflusst.

Trotz dieser Methodik müssen wir klar sagen: Unsere Daten erlauben keine statistisch belastbare Berechnung von Durchschnittshonoraren, da weder Personen noch Daten repräsentativ ausgewählt sind.

 

Wir haben lange überlegt: Gibt es einen anderen, einen besseren Weg als einen reinen Mittelwert? Würden wir einen gleitenden Median errechnen, bei dem nur eine bestimmte Zahl der Werte in der Mitte herangezogen werden, würden Veränderungen bei den Honoraren erst mit sehr großer Verzögerung abgebildet werden, wenn sehr viele Datenspenden vorliegen. Gut verhandelte Pauschalen oder Honorarerhöhungen würden nicht abgebildet.

Für dich bedeutet das: Die Werte, die du siehst, sind die Mitte, nicht das maximal Mögliche. Es lohnt sich also, die alte Freischreiber-Weisheit anzuwenden und zu verhandeln.

 

Und was dabei herausgekommen ist, dass solltest du nicht verschweigen. Denn das schadet uns allen.